Deutschland ist das Toplevel der Automatisierung

z-Interview-Ekvip-135-web

Baran ist seit Anfang Juni dieses Jahres im Team der Coding Ninjas. In seinem Heimatland der Türkei arbeitete er zuvor bereits als SPS-Programmierer. Bei ekvip legt er nun einen absoluten Neuanfang hin. Er lernt Deutsch und eine komplett neue Art des Programmierens und entdeckt dabei eine ganz neue Art der Arbeit und Wertschätzung.

“Es kommt mir vor, als wäre ich schon viel länger hier als drei Monate“, sagt Baran erstaunt. Das liegt wohl hauptsächlich daran, dass er die letzten Wochen jeden Tag mit neuem Wissen nach Hause gegangen ist – und dort dann noch Deutsch büffelt. In der Türkei hat Baran als SPS-Entwickler in der sogenannten klassischen SPS Programmierung gearbeitet. Was die Coding Ninjas tun, unterscheidet sich davon: „Von den verschiedenen klassischen SPS-Umgebungen, die keine Möglichkeit zur objektorientierten Programmierung bieten, ändert sich eigentlich nur die IDE und die APIs. Im Vergleich zu dieser SPS-Programmierung ist TwinCAT jedoch anders“, erklärt er und fügt lachend hinzu, „nein, eigentlich ist es komplett anders, weil TwinCAT die Option zur objektorientierten Programmierung bietet!“ Ja, die objekt-orientierte Programmierung stellt viele unserer neuen Programmier:innen am Anfang vor Fragezeichen. Doch mit Biss und der Faszination am Thema schaffen sie es, sich einzuarbeiten in diese andere Art des Denkens: „Ich finde es toll, eine so andere Programmierumgebung zu haben. Der Lernprozess ist sehr aufregend. Wenn ich neue Dinge lerne, verbringe ich meine gesamte Zeit mit ihnen – nicht nur die Arbeitszeit. Es war eine große Herausforderung, aber es war toll“, fasst der seinen Weg in die TwinCAT-Umgebung zusammen. Und der Weg lohnt sich, findet Baran. „In der traditionellen SPS bist du limitiert. Die objekt-orientierten Tools geben dir die Freiheit, alles zu tun, was du willst. Ich genieße das sehr.“

Eine neue Tür öffnen

Die Entscheidung nach Deutschland zu gehen, fällt Baran anfänglich schwer. „Egal, ob deine Heimatstadt schön oder sehenswert ist – du wirst sie immer vermissen, wenn du weggehst.“ Doch die politische und wirtschaftliche Lage der Türkei bringt den Gedanken des Wegzugs mit der Zeit immer näher. Deutschland als Ziel seiner Wahl steht für Baran außer Frage: „Wenn du in der Türkei einen Ingenieursabschluss machst, liegt die Idee, nach Deutschland zu gehen, nahe. All die wichtigen Marken der Automatisierung sind Deutsch. Deutschland ist das Toplevel der Automatisierung für mich.“ Als er auch seine Freundin überzeugen kann, mit ihm zu gehen, liegt das neue Ziel ihm fest vor Augen. „Man muss seine Komfortzone verlassen, um seine Ziele zu erreichen. Manchmal muss man eben Opfer bringen. Sobald der Fokus klar ist, vergisst man die Unwägbarkeiten drumherum.“ Nach drei Monaten in der neuen Heimat sind Baran und seine (frisch vermählte) Frau stolz und glücklich, dass sie sich getraut haben, den Schritt zu wagen. Gemeinsam genießen sie die neugewonnene Freiheit und reisen an den Wochenenden: „Vor Kurzem waren wir in Prag. Und in Deutschland sind wir mittlerweile in Hannover, Bremen, Kassel, Dresden, Nürnberg und Berlin gewesen. Wir haben versucht, so viele Orte wie möglich zu sehen, solange das Wetter so großartig war.“

Kulturen vereinen

Baran fühlt sich willkommen in Deutschland und im Speziellen bei ekvip: „Man fühlt hier, dass dein Wert als Mensch zählt und nicht nur der Wert deiner Arbeitskraft. Das ist total neu für mich“, beschreibt er sein Arbeitsgefühl hier. Außerdem schätzt er die kulturelle Offenheit, die es ihm leicht macht, so zu sein, wie er ist. „Bei ekvip gibt es viele Internationals. Das ist toll. Wenn du in einem Umfeld arbeitest, dass strikt einer Kultur angehört, ist es schwer sich einzufinden. Aber wenn ein Mix der verschiedenen Kulturen entsteht, fällt es leicht, die eigene mitzubringen und die neue gleichzeitig anzunehmen. Einfach, weil du nicht der/die einzige Fremde bist.“ Was Baran in nur drei Monaten hier vollbracht hat, lässt keinen Zweifel daran, dass er etwas Großes aufbauen wird. ekvip wird ihn dabei weiterhin unterstützen und all die Ressourcen zur Verfügung stellen, die ihm Wachstum ermöglichen.